Tipps und Hinweise

Was tun, wenn es brennt?

Wir gehen davon aus, dass die Leser_innen nach dieser Lektüre bereits angefangen haben, die Mieterschaft mal zwanglos zu einem Treffen einzuladen, um den Verdacht zu diskutieren. Auf einem solchen Treffen unbedingt eine Mailingliste erstellen, möglichst im Internet einen Blog starten – bei wordpress.com kostenfrei möglich und da auf einem Amerikanischen Server weitestgehend vom Zugriff Deutscher Behörden geschützt – auf dem Mieter_innen jeweils informiert werden können. So ein ‘Schwarzes Brett’ im Internet ist besser als Facebook und co.

Fortgeschrittene können auch eine WordPress-Seite bei einem Anbieter in DE einrichten. Dass hat den Vorteil, in die kostenlose WordPress-Software ebenfalls kostenlose Plugnins wie ‘BuddyPress’ integrieren zu können, quasi ein internes/externes ‘Mini-Facebook’. Erfordert aber genau wie dieses Forum ständige Administration!

Wer möglicherweise provozierende Inhalte ins Netz stellen möchte, aber Angst hat vor Konsequenzen, kann auch einen Blog bei einem amerikanischen Provider (z.B. WordPress.com) ins Netz stellen und großzügig auf ein Impressum etc. verzichten. Bevor aus ‘nichtigem’ Anlass wie ev. Verleumdung, Beleidigung etc. Deutsche Behörden Nutzerdaten erfährt, erklimmt ein rosa Elefant ohne Sauerstoff rückwärts den K2. Wir halten es so: Fakten, Fakten, Fakten und ein Kommentar ist ein Kommentar…

Dann ist eine Vereinsgründung ein hervorragendes Instrument, eine Interessengemeinschaft / Interessenvertretung ins Leben zu rufen! In der Satzung sollte auch die option: Kauf und Betreiben der Immobilie xxx stehen, falls eine Übernahme mit Senatsunterstützung denkbar wäre. Was in der Satzung steht, kann, muss aber nicht durchgeführt werden. Wir beraten da gerne und stellen unsere Satzung zur Verfügung.

Sind Foren, Blogs und Verein zum Schutz ausreichend?

Sicher nicht. Sie sind hervorragende Instrumente für eine zu gewinnende Öffentlichkeit, zum Informieren der Mietergemeinschaft, als Organisations- und Dialog-Plattform – mehr aber auch nicht.

Wenn es zu modernisierungen kommt / kommen soll, ist eine rechtzeitige Mitgliedschaft beim Berliner Mieterverein dringend empfehlenswert. Ab 10 Mitgliederen innerhalb einer Hausdgemeinschaft gibt es Rabatt! Generell ist das allen Haushalten, die zur Miete wohnen, anzuraten. Wer die Dienste nicht in Anspruch nehmen muss, unterstützt zumindest die Arbeit des Vereins und hilft damit Opfern der Wohnungsbau- und Mietpolitik, die den Rabbau der Heuschrecken und Renditejäger nicht ernsthaft unterbinden möchte.

Was kann man tun, um mehr zu erfahren über einen Hausverkauf?

  • Der Grundbucheintrag gibt Auskunft über die aktuellen Eigentümer.
  • Beim Bauamt kann erfragt werden, ob Bauanträge (Dachgeschossausbau, Aufzüge, Modernisierungsmaßnahmen) gestellt wurden.
  • Beim Baustadtrat kann erfragt werden, ob bereits eine Abwendungsvereinbarung getroffen wurde, sollte das Haus in einem Milieuschutzgebiet liegen. Hierzu bitte die Linkseite besuchen!

Droht bei einem Eigentümerwechsel die Kündigung?

Nein. Eigenbedarf einer juristischen Person (GmbH & Co. KG und Konsorten, häufig bei Investoren / Heuschrecken / Verwertern) für Wohnraum wird im Streitfall auch für die Tochter / den Sohn / die zukünftige Ex-Frau einem Gericht schwer vermittelbar sein. Ebenso sieht es bei schwerwiegenden Verstößen gegen den Mietvertrag / die Hausordnung aus. Wer pünktlich die Miete zahlt und sich an die Hausordnung hält, ist sicher.

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